Skandinavier gewinnen das EurOpen in LAAX

Jesper Tjäder und Johanne Killi dürfen sich aktuelle European Open Titelhalter und in nennen, Kai und Camillia werden beide sehr gute dritte.
Netter Ferienbatzen für Jesper, Oystein und Kai. (LAAX/Stadler)
Herren-Finale-Podium-LAAX

Auch zum Finaltag präsentierten sich Wetter, Park und Schneeverhältnisse von ihren nahezu besten Seiten. Der kühle Wind im Training liess schon bald nach, und zum vorverlegten Finale hätten die Bedingungen dann nicht besser sein können. Diese Idealen Gegebenheiten wusste bei den Herren Jesper Tjäder (SWE/91.30) am besten zu nutzen und darf sich verdientermassen European Freeski Open Gewinner 2014 nennen. Tjäder gewann vor Oystein Braten (NOR/88.50) und Kai Mahler (86.50).

“Vor drei Jahren war ich noch als Qualifikant hier und schon voll begeistert. Der neue Slopestyle Kurs und die vielen Freestyle Möglichkeiten in Laax sind echt super. Dass ich jetzt gewonnen habe ist ein perfekter Saisonabschluss.“"— Jesper Tjäder (LAAX/Astrid Nehls)
JT auch auf den Kickern eine Macht. (Laax/Stadler)
Herren-Finale-4.-10.- CH-LAAX

Lauri Kivari (FIN/83.30) vermochte das schöne Schweizer-Quartett Mahler, Hunziker, Ambühl und Ragettli aufzubrechen indem er sich mit seinem dritten Run auf Platz 4 schob. Fünfter wurde folglich Jonas (82.80), der erneut sowas von sauber fuhr, und eigentlich auch Platz vier verdient gehabt hätte, kam doch Kivari bei dem Run der ihm Platz vier einbrachte nicht ganz sauber über das Wasserfall-Rail. Andere Diskussionen bezüglich dem Judging sind nichtig, Jesper hatte bei seinem Lauf keinen Arsch im Schnee wie viele gesehen haben wollen, die bewegten Bilder bestätigen dies eindeutig (siehe Video unten). Elias (82.30) hatte eine gute Railsection, als einziger nahm er den Wasserfall im K-Fed Modus, konnte dann aber auf den Kickern nicht wirklich mit den besten mithalten. Auch Andri Ragettli (81.30) konnte oder wollte nicht seine härtesten Tricks (Nosebud dub) auspacken und so reichte es ihm letztlich auf den doch immer noch sehr guten 7. Platz.

Achter darf sich Martin Kvatningen (NOR/74.50) nennen, denn leider brachte er keinen einzigen Run ganz sauber runter. Jens Johnsen (NOR/68.50) ging es in etwa gleich, was ihm den neunten Platz einbrachte und der Mann mit dem klingenden Namen Pontus Pentitilä reihte sich auf dem 10. und letzten Platz ein, obwohl er seinen Wizzardtrick an der ersten Downbox zelebrierte. (Wizzard-Trick heisst hier aber wohl einfach auch beweglich, fuhr er doch mit einen Bein vorwärts, mit dem anderen rückwärts auf das Hinderniss an. Für alle die sich nichts darunter vorstellen können, macht eine halbe Spitzkehre am Berg und fahrt dann in dieser Position nur mal den Hang runter!) Erwähnenswert ist an dieser Stelle sicher auch Jonas 360° Change auf dem Flat-Side Gap-Down Rail, wobei er danach auf der Flat tube seinen 27 pretz 27 leider nicht stehen konnte und zum Dank an das zahlreiche Publikum Backflip und DoubleBacky an den beiden ersten Kickern zeigte und bei Kommentator Martin Misof kurz die Hoffnung auf einen TrippleBackFlipper am dritten Kicker schürte, was die logische Steigerung gewesen wäre.

Hätte wenn und würden hatten aber an diesen Tagen nichts am Berg verloren, denn die Faktenlage ist klar. Die Schweiz ist als Nation eine Freestyle Hochburg und damit meine ich nicht nur jene die es ins Finale schafften. Auch Vinnie, Andri A., Remco und Yves dürfen mit ihrer Halbfinalteilnahme mehr als zufrieden sein. Auch für Sie freuen wir uns.

Killi vor Cakmakli und Berra (LAAX/Stadler)
Frauen-Finale-LAAX

Bei den Frauen durfte ebenfalls eine Skandinavierin zuoberst aufs Podest steigen. Die erst 16-jährige Johanne Killi (NOR/90.00) gewinnt gleich ihren ersten internationalen Contest. Auch sie legte den Grundstein für ihren Erfolg beim Geländer rutschen. Zweite wurde Sabrina Cakmakli (GER/82.30), auch sie hatte eine sehr gute Railsection, und Camillia Berra wurde 3. nachdem sie doch konstante Probleme bei der ersten Downtube aufwies.

Die Vilde Johansen (NOR/71.50) reihte sich auf Rang 4 ein und Jule Seifert (GER/60.30) vergamte bei der letzten Landung eine bessere Klassierung und belegte somit den letzten freien Platz der im Finalklassement noch zu besetzen war. Für alle die nicht mitgezählt haben, sie wurde 5te. Komisch ist, dass sie mit dem Namen Seifert keine Slush Landungen mag, eigentlich hätte sie doch so was wie Heimvorteil gehabt.

“Es ist mein erster internationaler Contest. Und den hab ich jetzt gewonnen. Wahnsinn!“"— Johanne Killi (Astrid Nehls/LAAX)
Johanne Killi ng it (LAAX/Stadler)
Pardy Hardy und Fazit

Samstag war übertrieben, lange und nüchtern. Mehr braucht man dann zu dem Konzert Abend und Partyverlauf nicht zu erwähnen, jenen das nicht reicht, kommt das nächste Mal doch selber um euch ein Bild zu machen, vielleicht macht euch dann auch jemand ein Bild, alles ist möglich. Dieser letzte Teilsatz leitet auch gleich passend zum Fazit der 7. European Freeski Open in LAAX über. Alles war, ist und wird möglich sein.

Beginnen wir bei -war-. LAAX konnte nach zweijähriger Pause dank der Olympia-Publicity ums Freestyle-Skifahren wieder genügend Sponsoren und Unterstützer generieren um einen internationalen Top-Event für Fahrer, Medien, Zuschauer, Trainer, Fans und alle anderen die sich nicht in dieser kategorischen Aufzählung wiederfinden zu organisieren. Danke LAAX, wir sind froh dass das European Freeski Open in einem dafür würdigen Resort stattfindet.

Machen wir mit -ist- weiter. LAAX ist und bleibt sicher mal in der Schweiz und wohl auch Europa unangefochten an der Freestyle Spitze. Dies manifestiert sich nicht nur in solchen internationalen Events, sondern auch in der ganzen Infrastruktur am Berg, auf dem Berg und wir können uns vorstellen auch im Berg, denn die Leidenschaft fürs Freestylen kommt nirgends sonst so ganzheitlich zur Geltung wie in LAAX, mit seinen !4 Funparks!, 15 Shapern, Freestyle Academy, Rocksresort, Riderspalace und so weiter und so fort. Diesen Ort könnt ihr noch bis Ostern geniessen, ihr werdet nicht enttäuscht werden, egal zu welcher Könnerstufe ihr euch zählt.

Hören wir mit -wird- auf um nochmal auf den Event zurückzukommen. Die Verantwortlichen von LAAX wollten den Event zurück, sie haben ihn zurück und geben ihn wohl so schnell nicht wieder her. Pipefahrer dürfen sich auf die nächsten Jahre freuen, denn auch ein Pipe-Event soll wieder fester Bestandteil der European Freeski Open werden. Wir genossen diese Ausgabe sehr und freuen uns bereits jetzt wieder auf die nächste Folge des Events in LAAX. Bis dahin geniesst die -bewegten- Bilder.

Final Ranking
K. (LAAX/Stadler)
VERÖFFENTLICHT 30.03.2014
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