Ride on – ride greener!

Ein Update zu der Bewegung, die zum Ziel hat, sich so umweltfreundlich wie möglich in den Bergen zu bewegen. Die Organisation nimmt neu Fahrt auf und hat ein grossartiges Touren Weekend hinter sich.
Ein unglaubliches Gefühl, das man nicht einfach mal so im Skigebiet erlebt: Um ca. halb sieben in der Früh mit der Sonne wetteifern, wer zuerst den Gipfel erreicht...

Es war länger still um unsere Schweizer Öko-Rider – aus verschiedenen Gründen. Doch auch wenn die Ride Greener Crew nicht mehr so im Rampenlicht gestanden ist in letzter Zeit, so geschieht doch noch einiges in der Community, welche grundsätzlich aktiv und motiviert ist.

Klimaschutz ist nötiger denn je!

Wer in St. Antönien touren geht und bei der Endstation Rüti aussteigt, kriegt es unweigerlich grad mit fortschrittlicher Energieversorgung zu tun: Solarzellen an Lawinenverbauungen liefern der Region grünen Strom!
2016 war das wärmste Jahr ever seit Messbeginn

Laut der Klimaschutzorganisation MyBluePlanet, welche Ride Greener unterstützt – die Zusammenarbeit wird laufend verstärkt –, haben die letzten drei Jahre je die bisherigen Rekorde gebrochen und gingen als Weltweit durchschnittlich heisseste Jahre in die Geschichtsbücher ein, wie auch dieser Bericht hier bestätigt. Seit ein bis zwei Dekaden werden auffällig oft immer wieder frühere Höchstwerte getoppt; das ist kein Zufall, denn auch die Messungen der Treibhausgase wie etwa CO2 zeigen die selbe, immer steiler werdende Kurve auf beängstigenden Grafiken.
Und gerade uns Schneesüchtigen – aber eben oft auch egoistischen Bastarde – sollte dies doppelt Sorgen machen, und zum Umdenken und Handeln bewegen!

Splitboarden mit Ride Greener am TourenWE

Oben erwähnte Fakten und somit eigentlich sehr unbequeme Themen wurden auch am vergangenen Wochenende bei doch gemütlichem Zusammensein in der Carschinahütte hoch über St.Antönien angesprochen und Lösungsvorschläge für ein dringliches Problem diskutiert.
Gut, dass wir vor- und nachher unsere Köpfe lüften konnten und er-fahren durften, wie immens viel Spass Snowboarden auch in seiner umweltfreundlichsten Form machen kann! ** Entgegen aller Erwartungen haben wir noch **feinste, unverspurte Hänge mit tiefem Pow gefunden, dank unseren grossartigen BergführernAdi Räz und Raphi Imsand.
Wer mal richtig steil gehen will – aber safe – ist mit diesen Guides bestens beraten; ich kann sie sehr empfehlen für Projekte mit jungen und junggebliebenen DraufgängerInnen im Schnee!
Ein längerer Bericht vom WE ist auch auf der offiziellen Ride Greener Website zu finden; mehr Pics hier.

Philippe Ramseyer hat das Glück, als einer der ersten Teilnehmer in ein perfektes Nord-Face droppen zu dürfen. Doch eigentlich spielt da die Reihenfolge eh keine Rolle, wo mehr als genug Platz für alle ist, um die eigene, frische Line in den Hang zeichnen
Ein Wechselbad der Gefühle

Es ist immer wieder ermutigend zu sehen, dass die Ride Greener Story kein alter Hut ist. Neue Leute lassen sich begeistern von der Herangehensweise gewisser Protagonisten, der Klimaneutrale Film STEPS wird auch hie und da noch wieder gezeigt – wie jüngst in Davos, kombiniert mit einer Material-Tauschbörse – und vermag weiterhin etwas zu bewegen.

Auf der anderen Seite musste leider die RG Crew nun auch schon mehrmals in den eigenen Reihen erfahren, wie vergänglich der Mensch, seine Gesundheit und das Leben – als Teil der Natur – wirklich sein kann:
Währenddem sich Gründer Sten Smola als weitaus engagiertester Kopf des Teams endlich, wenn auch nur sehr langsam, ein wenig von einem brutalen körperlichen Rückschlag zu erholen vermag, musste uns unser hochgeschätzter Freund Martin Seiler viel zu früh und absolut unerwartet nach einem tragischen Unfall für immer verlassen. R.I.P. Seili – wir vermissen dein Lachen, deinen Style, die ruhige Art genauso wie die wilden Skills, dich generell als einzigartigen Shredbuddy und friedlichen Zeitgenossen!

Es scheint, als vermag keine Zeit der Welt, solche Wunden heilen zu können. Da bleibt – aus der Perspektive eines Kollegen der Community – der grösste Trost, dass vermehrt wieder junge SnowboarderInnen und Skifahrer den vorbildlichen Zügen solcher Legenden folgen und sich für eine grünere, gerechtere Welt einsetzen.
...Und wo kann man da besser anfangen, als bei sich selbst gewisse Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu ändern?
Dies braucht es unbedingt, um nicht Leben, auch von weniger privilegierten Menschen – die gar keine solchen Möglichkeiten an Freizeitaktivitäten kennen – zu gefährden oder indirekt auf dem Gewissen haben zu müssen.

Wenn wir uns der uns auferlegten Mitverantwortung stellen, stehen die Chancen besser, nachfolgenden Generationen eine möglichst friedliche Welt und vielleicht noch Aussicht auf Schneereiche, kühle Winter zu hinterlassen.
Wir denken, das ist eine Gewisse Umorientierung wert, ohne selbst auf attraktives Vergnügen im heissgeliebten, frostigen Weiss verzichten zu müssen... Im Gegenteil: Es gibt super intensive Abenteuer in den Bergen zu erleben, welche eben nur mit Hikes aus eigener Kraft – fernab von Liften, Motoren und Tumult – erreichbar sind!

Auf neues Lachen auf neuen Wegen, auf besinnliche Momente in atemberaubenden Bergwelten. Die Ride Greener Gang erfreut sich über Zuwachs und zählt auf euch; spread the word!
Nächster Termin, um sich mit umweltbewussten SnowboarderInnen zu treffen:

Solar Café am Shred Day in der Lenzerheide von MyBluePlanet am kommenden Sa, 4. März!
Da kannst du dir als HelferIn eine gratis Übernachtung und Turns im Gebiet verdienen und wirst sicher auch selbst staunen, was man mit der Energie der Sonne so alles anstellen kann... I AM PRO SNOW – guess you too!

VERÖFFENTLICHT 02.03.2017
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