Auf zur Bad Bonn Kilbi als Openair Opener!

Eine musikalische Weltreise in nur drei Tagen: Das erste und vielleicht beste Festival der Saison steht an – der Countdown läuft. Düdingen, wir kommen und freuen uns wie Sau auf den 2.-4. Juni!
Wer immer noch nicht weiss, wo zur Hölle die Sause steigt: Nähe Freiburg quasi am Röstigraben
Vieles darf, nichts muss sein; haut rein!

Kein anderes Festival hierzulande ist so frei, was sich auch auf die BesucherInnen abfärbt.
Man gönnt sich beim Bad Bonn mit dem hart erarbeiteten Status eines speziell hochstehenden und experimentierfreudigen Clubs einmal im Jahr eine mehrtägige Kilbi, welche beim 27. Versuch wieder erfolgreich Grenzen zu sprengen vermögen wird.
Undefinierbare Genres ziehen auch Freaks an, die sich an grossen Festivals nicht blicken lassen; Bands werden eingeladen, die da meist geschätzt werden, währenddem sie an den grössten Volksfesten wohl oft leere Zuschauerränge «generieren» würden.
Und grad so moderne Worte aus dem Business-Slang sucht man vergebens in den offiziellen Texten und wahrscheinlich auch Dossiers der Veranstalter, nicht nicht alle alles verstehen müssen – man erfindet lieber mal selbst neue Begriffe und wühlt tief in verbalen Funkdkisten.

Wir riskieren, begeben uns ins Niemandsland, und suchen die Musik, die was zu sagen hat, oder einfach originell ist. Die grossen Namen spielen anderswo, hier geht’s an die Schmerzgrenzen."

Auch wenn seit einigen Jahren regelmässig kurz nach dem Startschuss zum Ticketverkauf sämtliche Mehrtagespässe ausverkauft sind, so wünschte ich doch noch ganz vielen (mehr) Menschen, dass sie die, während dem dreitägigen Openair vom Bad Bonn Club, gelebte Frei- und Eigenheit mal erfahren dürften:
Rein mit seinem persönlichen Aussehen – ob «gut» oder «speziell» – kann man im äusserst vielseitigen Kilbi-Publikum kaum auffallen, alles Andere, wie Ausdruck, Benehmen oder sonstiges Bemerkbar machen, regelt sich in der Regel über den mitgebrachten Respekt, als wichtigster Teil der Standardausrüstung im Gepäck der MusikliebhaberInnen.

Als ein sonnenähnliches Highlight heiss erwartet werden die wunderbaren King Gizzard and The Lizard Wizard. Tapfer durchhalten bis am Sonntag!

We Be All Africans...

Die Reise durch diverseste Welten wird alle BesucherInnen mal weg vom Nordamerikanischen und Europäischen Mainstream Pop und Rock bringen, sie wahrscheinlich früher oder später in ein transplantiertes Stück Afrika führen, das entgegen dem irreführenden Namen Afrirampo auch in Japan liegen kann aber eigentlich im wilden London der Punk-Ära angesiedelt sein müsste.
Anyway, vielleicht findet sich ja mancheineR sowieso erst in kosmischen Sphären so richtig zuhause; abdriften in Zeitreisen erlaubt!

Meine grösste Sorge bleibt da das drohende Jetlag, nicht bloss aufgrund des wahrscheinlichen Schlafmangels, sondern auch dies der emotinalen Art: Soviele verschiedene Stilrichtungen und eben Kulturen, die da aufeinanderprallen. Doch aus Erfahrung kann dies eben auch sanft erfolgen, wenn man mit seinem Geiste nicht grad in irgenwelchen künstlich erzeugten Höhen schwebt. Ein «natural High» ist garantiert, da muss man sich weder Musik noch Leute schöntrinken – es sei dort besonders Vorsicht geboten mit bewusstseinserweiternden Drogen, um nicht masslose Gefühlsexplosionen zu provozieren!

«No Rock'n'Roll» – true that: This Heat mit some experimental Noises, progressive Beats, wild Gits and more... man darf gespannt sein, wie die älteren Herren das auf der Bühne am Samstag angehen werden! Hier mal einfach so ohne animierte Bilder zum reinziehen im «richtigen» Moment.

Vom Klub über grössere Bühnen via See bis zum Bahnhof

Gespielt wird wieder vielerorts – nicht alle brauchen eine Bühne oder Drums, schon gar nicht etwa weltklasse Schlagzeuger. Auch rund um's Festivalgelände gibt's mehr oder weniger geplante Klangexperimente, Jams und Gigs.

Auch wenn das Wetter am einen oder andern Tag vielleicht wieder kühl oder regnerisch sein mag, da werden uns doch schon südländische Rhythmen und Klänge warmer Länder das Herz erwärmen, und spätesten bei sportlicherem Gitarrensound oder mächtigen Beats kullern dann eh wieder Schweissperlen von diversen Stirnen Richtung schwingende Knie runter.

Aber auch das darf mal sein: Leichte und süsse Kost mit simplen Aussagen über grundlegende Bedürfnisse, welche nicht zu kurz kommen sollen. Angel Olson spielt am Freitag zur Prime Time auf der Hauptbühne.

Kopf hoch, die Zeit ist reif!

Es bleibt zu hoffen, dass die aktuellen TicketbesitzerInnen die enorme musikalische Vielfalt auch wirklich zu schätzen wissen und rege die Konzerte besuchen. Nicht dass man nur da ist, weil man's kann – während wirkliche Fans aussen vor bleiben müssen. Doch es gibt immer noch wieder Pässe zu ergattern, der Zeitpunkt ist momentan günstig, um interessierte MusikliebhaberInnen noch mit Tix versorgen zu können – checkt Inserate auf diversen Plattformen oder schaut mutig direkt vor Ort, was sich auch oft bewähren kann!
Ansonsten eh einfach mal sämtliche Bands anklicken im Programm, um so auf neue Perlen zu stossen für den persönlichen Konsum exzellenter Konservenmucke; kein Spotify kann die grosse Arbeit der Experten im Berner Niemandsland ersetzen...

Und wenn die Trauer zu gross , respektive die (Willens-) Kraft nicht ausreichend ist um Teil der Kilbi sein zu können, dann einfach mit ein paar Glückskecksen vertrösten lassen und die Gigs im Klub während des restlichen Jahres geniessen.

Aus Spass nicht normal sein und Spuren hinterlassen ist der Auftrag der uns von Musik aus gegeben wurde."

Na dann, auf eine gelungene Feier, welche zahlreiche bleibende oder mindestens im Moment sehr erfreuliche Eindrücke kreieren wird! Was, wann und wo ungefähr laufen wird, seht ihr auf dem kürzlich aufgeschalteten Timetable und spontane Updates sowie einige Appetizer und Marktplatz hier.

Ein weiterer Topact vom Freitag dürften die Flamingods werden – aufflammende Gitarrenklänge in unberechenbaren Songs.

THEMA News
VERÖFFENTLICHT 22.05.2017
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